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Sie halten die Eröffnungs-Keynote? Gratulation! Sie sind als Schlussredner gebucht? Toll! Aber was müssen Sie bei den beiden Vorträgen beachten? Welche Unterschiede gibt es zwischen den beiden Vortragsarten?

Als Referentenagentur sind wir auch meist für die Dramaturgie, den Ablauf der Veranstaltung/des Kongresstages, verantwortlich. Wer kommt als erstes? Wer mehr in der Mitte? Wer gleich nach dem Mittagessen im Suppenkoma? Und wer übernimmt den Schluss?

Bei den beiden Vortragsarten nimmt der Redner unterschiedliche Rollen ein.

Als Eröffnungsredner gilt es, das Publikum auf das Thema, das Motto, der Veranstaltung einzustimmen. Gleichzeitig soll von Anfang an eine hohe Energie im Raum herrschen, die Stimmung soll von Anfang an toll sein. Das bedeutet, dass der Redner eine hohe Präsenz zeigen und selbst viel Energie in seine Performance legen muss. Sein Vortrag soll inspirieren, motivieren, berühren. Hier ist ein hoher Entertainment-Anteil gefordert, der auflockert, begeistert und alle in gute Laune versetzen soll. Als Vorbereitung auf die kommenden Vorträge/Workshops des Tages kann hier schon mal ein offenes Mind-Set, ein Hinterfragen des Status Quo eingeleitet werden. Das Publikum soll zum Nachdenken angeregt werden und offen sein für neue Ideen des heutigen Tages.

Der Schlussredner hat eine ganz andere Aufgabe. Mancher Redner sagt, die Schluss-Keynote ist herausfordernder. Idealerweise ist der Redner schon den ganzen Tag vorher bei den anderen Vorträgen und Workshops mit dabei und weiß, was das Publikum erlebt hat. Seine Aufgabe ist es nun, alle Fäden der Veranstaltung zusammenzuführen. Welche Erkenntnisse gab es, was wurde gelernt? Gab es spezielle Vorkommnisse, Highlights, Extras, auf die er noch eingehen sollte? Am Schluss sind die meisten Teilnehmer schon gedanklich bei der Heimreise, der Zugabfahrt, den ToDos zuhause etc. Auch die Energie kann nach vielem Input schon im Keller sein. Hier gilt es, alle noch einmal zu reaktivieren, das Energie-Level wieder nach oben zu bringen, alle Teilnehmer noch einmal gedanklich in dem Raum zu versammeln. Die Teilnehmer sollen mit einem großartigen Gefühl nach Hause gehen und sagen, wow, der Tag hat sich gelohnt. Und sie sollen etwas sofort Umsetzbares für sich mitnehmen. Der Schlussredner hat also die Aufgabe, drei oder vielleicht auch nur die eine Sache mit auf den Weg zu geben, die es gilt, am nächsten Tag am Arbeitsplatz umzusetzen. Eine Schluss-Keynote ist umsetzungsorientierter als die Eröffnung-Keynote.

Die meisten Profi-Speaker können beides. Die noch nicht ganz so erfahrenen Speaker sollten aufpassen, nicht einfach immer den gleichen Vortrag zu halten, egal an welcher Position im Ablaufplan er gebucht wurde.